
Nach dem tollen Sonnenuntergangserlebnis sitze ich noch fröhlich in Meta und mache es mir mit Lichterkette gemütlich und kann am nächsten Morgen sogar erstmalig die Kofferraumklappe aufmachen und endlich mal vom Bett aus den Ausblick, die Ruhe und das Ich-schlafe-im-Auto-Gefühl genießen.

Der Vormittag ist warm, leicht bewölkt, ich komme einfach nicht vom Lesen und Cello spielen los, wer weiß, wann das das nächste Mal geht, aber nach und nach kommen die ersten Leute an, die dort wandern wollen, was mich dann auch dazu bringt, die Stiefel zu schnüren. Ein Felsplateau ist das Ziel und es ist echt anstrengend, ich muss mehrmals Pause machen, denke über umdrehen nach, aber ich treffe zweimal Leute, was mich dann doch motiviert, weiterzugehen. Oben angekommen kann ich mich in der Sonne ausruhen, aber so eine richtige Freude ob des Ausblickes will sich irgendwie nicht einstellen.

Hierher zu fahren war für die Wetterflucht irgendwie eine gute Alternative, aber eigentlich ist es mir zu grün. Ich wollte in schroffer Landschaft sein, ich mag es, wenn Schnee dabei ist, wenn man die Baumgrenze hinter sich lässt und über Blockfelder geht…
Am Abend regnet es und auch am nächsten Morgen und ich beschließe, schon am Sonntag nach Hause zu fahren. Es ist nicht schlecht hier, viel wärmer, aber eben nicht, was ich will und was ich vorhatte. Ich setze aufs nächste Jahr und lasse mich derweil in Hamburg braten…

