Regen-Depri-Tag

Es nervt. Es regnet, schon die ganze Nacht. Das hat auch die Vorhersage so gesagt: heute Regen – überall und immer. Die olle Trutsch vom Wetterbericht hatte recht.

Vorbei die genußvollen Z-/Seiten des Campingplatzes, aber ich hatte es zumindest den gestrigen Abend noch schön, konnte meine Handtücher nach einer famosen Dusche schon mal trocknen lassen und draußen essen. Der Campingplatz hatte nämlich keine Möglichkeit, sich irgendwo wettergeschützt hinzusetzen, so daß der Unterschied für mich nicht so groß ist, auf einem Campingplatz oder frei irgendwo zu stehen, so oder so muss ich mich in Meta falten.

Heute morgen also nur fix Zähne putzen und aufs Klo, immerhin das im Trockenen, aber auf Frühstück draußen hatte ich keine Lust. Also breche ich auf und fahre los. Ich habe mir überlegt, in den norwegischen Süden zu fahren. In diesem Urlaub, wie in diesem seltsamen Jahr, scheint ja der Wurm zu stecken, vielleicht ist es ja auch gar nicht möglich, einen zufrieden machenden Urlaub dieser Zeit zu erleben? Hier oben klappt es für mich schon mal nicht, aber ich gebe nicht auf, ich fahre ans Meer, das hilft ja in den meisten Lebenslagen. Und weil es heute aller Orts nur regnen soll, ist das ja auch der ideale Tag um Strecke zu machen.

Dachte ich. Das Wetter kann noch schlimmer. Nämlich so schlimm, daß die Scheibenwischer von Meta Luise nicht mehr hinterher kommen. Sie strengt sich an wie ne Große, aber es reicht nicht, mit 30 km/h kriechen wir dahin, weil wir sonst nichts sehen und sind so einfach nur ein Hindernis für die anderen. So fahren wir ran und warten. Dann wirds weniger Regen, jetzt kommt der Nebel (oder Wolken, weiß nicht genau, wir sind ja ziemlich hoch). Doller Tag. Ich bekomme Hunger, aber ich will nicht aussteigen.

Gegen Mittag kann ich es nicht mehr aushalten, das Cello und ich tauschen in Windeseile die Plätze und es gibt Notfrühstück in Meta. Es mag so gemütlich aussehen, ist es aber nicht. Draußen schüttet es und ich will einfach nicht aussteigen um den Kocher anzuschmeißen.

Ich seh´ nix…

In der nächsten Stadt halte ich am Second-Hand-Shop an und kaufe mir noch ein paar Bücher, habe zu wenig Lesestoff mit, ich wähnte mich mehr draußen in der Natur.

Nicht mein Tag. Ich fahre weiter. Habe noch ne ganze Ecke vor mir, das Meer ruft…

Hinterlasse einen Kommentar